Batterien

Batterieauswahl
Alle Mikrofon-Sendemodule (und einige Empfänger) werden über Batterien mit Strom versorgt. Die Auswahl der richtigen Batterie trägt zu einem verlässlichen Funktionieren des Drahtlossystems bei und gewährleistet eine zufrieden stellende Lebensdauer. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Batterietypen. Für Drahtlos-Komponenten von Audio-Technica können fünf verschiedene Batterietypen eingesetzt werden: Alkali-, Zink-Kohle- oder Lithium-Batterien sowie Nickel-Kadmium- oder Nickel-Metallhydrid-Akkus. Alkalibatterien eignen sich am besten.

Die fünf Batterien unterscheiden sich stark in ihrer Lebensdauer, wobei Zink-Kohle- und Nickel-Kadmium-Batterien die kürzeste und Lithium-Batterien die längste Lebensdauer haben. Die Lebensdauer kann von ca. einer Stunde bei einer Zink-Kohle- bis zu 25 Stunden oder länger für eine Lithium-Batterie reichen. Alkali-, Zink-Kohle und Lithium-Batterien können nur einmal verwendet werden, während die Nickel-Kadmium- und Nickel-Metallhydrid-Akkus aufgeladen und mehrfach wieder verwendet werden können.

Zink-Kohle-Batterien sollten in Drahtlossystemen nur im Notfall eingesetzt werden. In Frage kommen jedoch nur hochwertige Batterien bekannter Hersteller. Billig-Batterien halten manchmal auf Grund der schlechten Bauweise und der geringen Speicherkapazität nur wenige Minuten. Da diese Batterien schon direkt nach ihrer Herstellung beginnen, an Kapazität zu verlieren, können die in den Geschäften vor Ort angebotenen Batterien bereits mehr als 50 % ihrer ursprünglichen Kapazität eingebüßt haben. Zink-Kohle-Batterien funktionieren bei niedrigen Temperaturen schlecht und kommen bestenfalls auf 25 % bis 35 % der Lebensdauer von Alkali-Batterien. Der größte Nachteil jedoch ist, dass sie häufig stark lecken und einen Sender innerhalb weniger Wochen vollständig ruinieren können.

Audio-Technica empfiehlt, keine Nickel-Kadmium-Akkus einzusetzen. Im Handel erhältliche "9-Volt"-Nickel-Kadmium-Akkus haben im voll geladenen Zustand in der Regel nur 7,2 Volt und besitzen lediglich 15 % bis 20 % der Kapazität von guten Alkali-Batterien. Die geringere Spannung führt innerhalb kurzer Zeit zu einer erheblichen Reduzierung der Senderleistung.

Hochwertige Nickel-Kadmium-Batterien mit sieben Zellen sind zwar vorhanden, jedoch nur schwer zu beziehen. Diese Batterien haben ungefähr ein Viertel der Kapazität einer Alkali-Batterie und sind in der Regel sehr teuer. Ein weiteres Problem von Nickel-Kadmium-Batterien besteht in dem "Erinnerungseffekt", der bewirkt, dass ihre Kapazität sehr schnell absinkt, wenn sie nicht bei jedem Einsatz voll entladen werden. Dies ist besonders für die Verwendung in Drahtlos-Komponenten problematisch, da das Sendemodul ab einem gewissen Entladungszustand der Batterie nicht mehr einwandfrei funktioniert.

Nickel-Metallhydrid-Batterien (auch NiMH oder NH genannt) sind als Akkus besser geeignet. Hochwertige Batterien haben echte 9 Volt und besitzen eine Kapazität, die um 60-70 % größer ist als bei den meisten hochwertigen Nickel-Kadmium-Batterien. Der wichtigste Vorteil von Nickel-Metallhydrid-Batterien besteht jedoch darin, dass bei ihnen der Erinnerungseffekt, der bei Nickel-Kadmium-Batterien so störend ist, nicht auftritt. Leider haben diese Vorteile auch ihren Preis; hochwertige NiMH-Batterien sind durchweg sehr teuer.

Es gibt zwei weitere Probleme, die bei der Verwendung von Nickel-Kadmium- oder NiMH-Batterien in Sendemodulen entstehen könnten. Das erste ergibt sich aus der Tatsache, dass auch entladene Akkus für wenige Minuten reibungslos funktionieren und es sehr leicht passieren kann, geladene und entladene Akkus zu verwechseln. Hinzu kommt, dass man sehr leicht vergessen kann, die Akkus nach jeder Verwendung wieder aufzuladen. Dies führt häufig zu peinlichen Ausfällen des Sendemoduls.

Lithium-Batterien bieten ca. die dreifache Lebensdauer von Alkali-Batterien, kosten jedoch auch das sechs- bis achtfache. In einigen Situationen wiegt die gewonnene Lebensdauer die zusätzlichen Kosten auf, für die meisten Zwecke reicht die Lebensdauer von Alkali-Batterien jedoch vollkommen aus. Das Leistungsverhalten bei geringen Temperaturen ist bei Lithium-Batterien ebenfalls besser als bei Alkalibatterien, gewiss ein Vorteil in manchen Situationen. Aus wirtschaftlichen Gründen empfiehlt Audio-Technica die Verwendung von Lithiumbatterien nur unter besonderen Umständen, z. B. wenn keine Zeit für den Batteriewechsel bleibt oder die niedrigen Temperaturen es erfordern.

Für den Einsatz in Sendemodulen werden Alkali-Batterien empfohlen. Sie lassen sich einfach handhaben, bieten einen ausgezeichneten Kompromiss zwischen Lebensdauer und Kosten und sind sehr zuverlässig. Hinzu kommt, dass sie überall erhältlich sind, ihre Kapazität während der Lagerung beibehalten und erst nach einigen Jahren anfangen zu lecken. Die große Konkurrenz auf diesem Markt wird wahrscheinlich zudem die Preise niedrig halten.

Batterielebensdauer
Manchmal fällt die Lebensdauer von Batterien geringer aus als erwartet. Hierfür wird häufig das Sendemodul verantwortlich gemacht. Es kommt jedoch nur sehr selten vor, dass die Leistungsaufnahme eines Sendemoduls ansteigt. In den allermeisten Fällen sind Ausfälle von Sendemodulen darauf zurückzuführen, dass zu wenig Leistung von der Batterie bezogen wurde, und nicht zu viel. Obwohl ein plötzliche Spitze in der Leistungsaufnahme des Sendemoduls nicht unmöglich ist, liegt das tatsächliche Problem in den meisten Fällen bei den Batterien selbst.

Es gibt mehrere Gründe, warum die Batterielebensdauer verkürzt erscheinen kann. Da gebrauchte Batterien sich äußerlich nicht von neuen unterscheiden, kann es leicht passieren, dass gebrauchte oder teilweise gebrauchte Batterien mit neuen verwechselt werden. Häufig werden teilweise gebrauchte Batterien für andere Zwecke aufbewahrt, z. B. für die Verwendung in elektronischen Kleingeräten oder Spielzeugen. Um Probleme zu vermeiden, wird empfohlen, gebrauchte Batterien aus Sendemodulen für die Wiederverwertung zur Seite zu legen oder zu entsorgen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden können.

Wenn gebrauchte Batterien zur weiteren Verwendung gelagert werden, sollten sie umgehend markiert und getrennt aufbewahrt werden. Ein preiswerter Batterietester ist eine lohnenswerte Investition, sowohl um zu überprüfen, ob neue Batterien tatsächlich neu sind, als auch um die verbleibende Lebensdauer gebrauchter Batterien zu schätzen. Ein sorgsamer Umgang mit Batterien ist unerlässlich für einen reibungslosen Betrieb von Drahtlossystemen. Erfolg oder Misserfolg beim Einsatz von Drahtlossystemen kann von simplen Dingen abhängen, z. B. ob während eines Batteriewechsels neue mit gebrauchten Batterien verwechselt werden.

Manchmal vergessen die Benutzer von Drahtlossystemen, das Sendemodul abzuschalten, wenn es nicht aktiv benutzt wird. Wenn es nach einer Verzögerung oder Pause dann wieder eingesetzt wird, kann der Eindruck entstehen, die Batterielebensdauer sei verkürzt, weil die Ruhezeit nicht berücksichtigt wird. Die Leistungsabgabe einer Batterie bleibt im Grunde gleich, egal ob ein Audiosignal übertragen wird oder nicht. Entsprechend ist es bei einem Sendemodul, das nur ca. eine Stunde pro Tag oder pro Woche genutzt wird, nicht einfach, den Überblick über die tatsächliche Gesamtnutzungsdauer der Batterie zu behalten.

Neu gekaufte Batterien haben u. U. nicht die erwartete Lebensdauer, wenn sie für eine lange Zeit oder an einem heißen und feuchten Ort gelagert wurden. Selbst wenn Batterien mit einem Verfallsdatum versehen sind, kann es vorkommen, dass ein beträchtlicher Teil der Kapazität schon lange vor dem Ablauf dieses Datums verloren geht. Das Verfallsdatum basiert auf einem bestimmten prozentualen Anteil der Ausgangskapazität, z. B. 75 %. Wenn die Batterien ein oder zwei Sommer lang in Räumen ohne Klimaanlage gelagert wurden, könnten mehr als 50 % der Ausgangskapazität verloren gehen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann die Lebensdauer von Batterien ebenfalls erheblich beeinträchtigen.

Wenn Sie auch unter Einbeziehung der oben angestellten Überlegungen feststellen, dass frische Alkalibatterien nicht die erwartete Lebensdauer erbringen, wenden Sie sich bitte an Audio-Technica oder Ihren Händler.

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