Musikinstrumente und Drahtlossysteme
Die Vorteile von Drahtlossystemen gelten auch für Musikinstrumente. Gesangssolisten und Solokünstler, die zusätzlich Gitarre spielen, empfinden es als natürlich, für ihre Instrumente drahtlose Mikrofone zu verwenden. Die gesteigerte Bewegungsfreiheit hat einen besonderen Reiz, genauso wie die Möglichkeiten, den Auftritt oder die Show visuell noch beeindruckender zu gestalten. Andere Musiker sind diesem Beispiel gefolgt; mittlerweile wird eine Vielzahl von Instrumenten – elektrische, elektronische und akustische – drahtlos abgenommen Der steigende Einsatz von Verstärkern für akustische Instrumente, z. B. im Bereich Saxofon, fördert diese Entwicklung zusätzlich.
Elektrische Gitarren und andere Instrumente, die für die Verstärkung konzipiert wurden, lassen sich problemlos an Drahtlossysteme anschließen. Diese Instrumente verfügen über Tonabnehmer, die ausgezeichnet mit Drahtlossendern zusammenarbeiten. Mittlerweile ist es jedoch auch nicht mehr unüblich, kleine Keyboards, elektronische Geigen, Synthesizer und viele andere elektronische Instrumente drahtlos abzunehmen. Akustische Instrumente, besonders Saxofone, Trompeten und andere Blechbläser, werden oft mit Spezialmikrofonen bestückt, die sich für den Einsatz mit Drahtlossendern eignen. Fast jedes Instrument, das klein genug ist, getragen zu werden, kann von den Vorzügen der drahtlosen Übertragung profitieren.
Instrumente mit Magnet-Tonabnehmern eignen sich hervorragend für den Einsatz von Drahtlossystemen. Der Tonabnehmerausgang wird mit dem Audio-Eingang des Senders und der Empfänger-Ausgang des Drahtlossystems mit dem Gitarrenverstärker oder Signalprozessor verbunden. Die Ausgangspegel dieser Art von Tonabnehmer sind jedoch in der Regel so hoch, dass sie sich fast ausschließlich für den Anschluss an Gitarrenverstärker mit hochohmigen Eingängen eignen. Wenn der Tonabnehmer direkt an den normalen niederohmigen Mikrofoneingang des Senders angeschlossen würde, wären Übersteuerung und ein schlechter Frequenzgang fast unweigerlich die Folge. Aus diesem Grund verfügen die Body-Pack-Sender von Audio-Technica über einen getrennten, hochohmigen Eingang.
Dieser hochohmige Eingang ist unerlässlich. Bei direktem Anlegen an den Mikrofoneingang würde der hohe Ausgangspegel der Instrumententonabnehmer den Sender beträchtlich übersteuern und so zu starken Verzerrungen und anderen Problemen führen. Hinzu kommt, dass die übermäßig Last auf dem Tonabnehmer den Frequenzgang des Instruments stark beeinträchtigt, worunter die Klangqualität erheblich leidet. Durch den getrennten, hochohmigen Eingang können diese Probleme umgangen werden.
Gitarren und Bässe sind bei weitem nicht die einzigen elektrischen Instrumente, die sich unproblematisch über Drahtlossysteme abnehmen lassen. Das im Lieferumfang der Audio-Technica Drahtlossysteme für Instrumente enthaltene Adapterkabel eignet sich auch für die meisten anderen elektronischen Instrumente. Bei fast allen Instrumenten dieses Typ werden 6,3-mm-Klinkenbuchsen und ein Vorstufenausgang verwendet, der direkt mit dem Adapterkabel verbunden werden kann. Zusammen mit dem speziellen Eingang am Body-Pack-Sender liefert das Kabel die entsprechende Lastimpedanz, die ein Übersteuern des Senders verhindert.
Die Nutzung von Drahtlossystemen für akustische Instrumente wie Holz-, Blechbläsern und Streichinstrumenten ist inzwischen weit verbreitet. Da es sich um akustische Instrumente handelt, wird ein Mikrofon oder ein spezieller Tonabnehmer benötigt. Mikrofone, die für Instrumente eingesetzt werden, besonders für Blechbläser, müssen speziell für die besonders hohen Schallpegel ausgelegt sein. Audio-Technica bietet hierfür spezielle Ansteckmikrofone an. Die Standard-Miniaturmikrofone, die normalerweise zusammen mit Sendemodulen zum Einsatz kommen, werden von hochpegeligen Instrumenten stark übersteuert.
Mehrere Firmen bieten Spezialtonabnehmer für die verschiedenen akustischen Instrumente an. In diesen Geräten werden viele unterschiedliche Wandlertypen verwendet, jeder mit anderen Ausgangspegeln und Lastanforderungen. Überwiegend weisen sie jedoch einen Ausgangspegel auf, der ungefähr dem eines Mikrofons oder Gitarren-Tonabnehmers entspricht. Tonabnehmer, die extern gespeist werden müssen, können nicht direkt mit Audio-Technica-Sendemodulen betrieben werden, außer sie verfügen über eine eigene Batterieversorgung. Informationen über die entsprechenden Ausgangspegel und Lastimpedanzen erfahren Sie von den jeweiligen Tonabnehmer-Herstellern.
Musiker tragen manchmal ein Kopfbügelmikrofon und haben dann die Hände frei, um ein Instrument zu spielen. Wenn zwei Sendemodule verwendet werden, sollten diese nicht neben- oder übereinander platziert werden. Wenn Sender sich zu nah beieinander befinden, können ihre Funkfrequenzen sich gegenseitig beeinflussen und unerwartete Interferenzen hervorrufen. Der Abstand zwischen den Sendern sollte mindestens 25 cm betragen, die Kabel sollten nicht zusammen gebündelt werden.