Reichweitenmaximierung

Ein nicht ausreichender Betriebsradius wird bei Drahtlossystemen von Audio-Technica nur sehr selten zum Problem. A-T Geräte sind konservativ ausgelegt, sorgfältig hergestellt und verfügen über eine komfortable Sicherheitsmarge. Die Reichweite ist in fast allen Fällen mehr als ausreichend, selbst wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Bei ungewöhnlichen Anwendungen oder besonders schwierigen Bedingungen kann zusätzliche Reichweite jedoch wichtig werden. Glücklicherweise gibt es einige einfache Maßnahmen und Vorkehrungen, die eine maximale Reichweite gewährleisten.


  • Verwenden Sie hochwertiges Equipment. Die Verwendung von hochwertigem Equipment ist eine sehr effektive Methode, maximale Reichweiten zu garantieren. Teurere Systeme sind Billig-Systemen leistungsmäßig fast immer überlegen. Dies gilt auch für die nutzbare Reichweite.

  • Verwenden Sie Diversity-Systeme.Für das Erreichen der maximalen Reichweite sind Diversity-Empfänger erforderlich. Unter normalen Umständen erreichen Diversity-Empfänger die zwei- bis zehnfache Reichweite von vergleichbaren Non-Diversity-Empfängern. Dropouts auf Grund von Mehrwegausbreitung machen Non-Diversity-Systeme nämlich schon lange unbrauchbar, bevor das Signal für einen guten Empfang mit einem Diversity-System zu schwach wird.

  • Verwenden Sie hochwertige Alkali-Batterien. Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Alkali-Batterien von Markenherstellern. Bei anderen Batterietypen könnte die Kapazität für die Maximalleistung des Senders nicht ausreichen. Verwenden Sie insbesondere keine wiederaufladbaren Batterien, da diese normalerweise eine geringere Ausgangsspannung haben, die nicht für die volle Senderleistung ausreicht. Achten Sie darauf, nur frische, neue und unbenutzte Batterien zu verwenden. Bei einer gebrauchten Batterie ist nicht nur die Restlebensdauer geringer, die Senderleistung nimmt zumindest geringfügig gegen Ende der Batterielebensdauer ab.

  • Wählen Sie die Frequenzen sorgfältig aus. Wählen Sie interferenzfreie Frequenzen aus. Interferenzen, egal ob sie hörbar sind oder nicht, führen fast immer zur Reduzierung der Reichweite. Starke Interferenzsignale können die Empfindlichkeit des Empfängers reduzieren, so dass der Empfang des gewünschten Signals erschwert wird. Stellen Sie sicher, dass andere Frequenzen den für das System vorgeschriebenen Mindestfrequenzabstand nicht unterschreiten.

  • Stellen Sie die Rauschunterdrückung nicht zu hoch ein. Wenn die Rauschunterdrückung am Empfänger höher als auf eine mittlere Einstellung eingestellt werden muss, liegt ein Interferenzproblem vor, das behoben werden muss. Hohe Rauschunterdrückungspegel können die Reichweite stark reduzieren, manchmal bis auf ein Drittel des Soll-Werts. Digitale Geräte, wie Computer und Signalprozessoren, erzeugen häufig HF-Rauschen, das Funkempfänger stört und einen hohen Rauschunterdrückungspegel erfordert. Diese Geräte sollten einen möglichst großen Abstand zum Funkempfänger einhalten, auf keinen Fall jedoch einen Mindestabstand von 60 cm unterschreiten, wenn es auf maximale Reichweite ankommt.

  • Trennen Sie Sender und Empfänger. Die Sendemodule anderer Drahtlossysteme sollten nicht in die Nähe der Empfangsantennen kommen. Starke Signale auf benachbarten Frequenzen können die Schaltkreise des HF-Empfängers übersteuern und so Empfindlichkeit und Reichweite reduzieren, selbst wenn keine Interferenzen auftreten. Andere Hochleistungs-HF-Geräte, beispielsweise Zwei-Weg-Funkgeräte, sollten niemals in der Nähe des Funkempfängers eingesetzt werden. Ein geringerer Betriebsradius ist auch dann zu erwarten, wenn in der Nähe ein leistungsfähiger Fernsehsender dasselbe Frequenzband nutzt.

  • Verwenden Sie absetzbare Antennen. Verwenden Sie absetzbare Antennen, wenn die Empfänger in Racks montiert sind. Die Metallgehäuse der Einschübe reflektieren einen Teil der HF-Signale und beeinträchtigen so die Reichweite erheblich. Stapeln Sie Empfänger nur über- oder nebeneinander, wenn Sie absetzbare Antennen verwenden. Selbst dann ist diese Vorgehensweise nicht zu empfehlen, da sich die Empfänger durch HF-Streuemissionen gegenseitig stören können. Bei gestapelten Empfängern sind die direkt am Gehäuse angebrachten Antennen viel zu dicht beieinander, um effektiv arbeiten zu können. Antennen, die sich gegenseitig berühren, reduzieren nicht nur die Reichweite, sondern stellen auch ein hohes Interferenzrisiko dar. Für optimale Ergebnisse sollten die Festantennen unterschiedlicher Empfänger bei VHF-Empfängern mindestens 45 cm und bei UHF-Empfängern mindestens 15 cm voneinander entfernt sein.

  • Montieren Sie Antennen so hoch wie möglich. Empfangsantennen sollten so hoch wie möglich angebracht werden, nach Möglichkeit mindestens 2,5 m über dem Boden. Halten Sie überdies einen möglichst großen Abstand zu Beleuchtungseinrichtungen, Metallrahmen abgehängter Decken oder anderen Metallgegenständen ein. Platzieren Sie die Antennen nicht direkt an Wänden, da dort Rohre, Kabel, Metallleisten oder Schrauben vorhanden sein könnten. Sorgen Sie stets für freie Sichtverbindung zwischen Empfangsantennen und Sender. Metallteile zwischen Sender und Empfänger, selbst jene die sich nicht direkt in der Verbindungslinie befinden, beeinträchtigen die Reichweite in der Regel erheblich.

  • Vermeiden Sie es, Mikrofonkabel aufzuwickeln oder zu bündeln. Überschüssiges Kabel sollte bei VHF Body-Pack-Sendemodulen nicht um das Sendergehäuse gewickelt werden. Hierdurch wird die Reichweite erheblich beeinträchtigt, da das Mikrofonkabel als Antenne fungiert und die Wicklungen das HF-Signal praktisch kurzschließen. Aus demselben Grund sollte beim Aufwickeln des Kabels ein Mindestabstand von 45 cm zwischen Wicklung und Sender eingehalten werden. Bei UHF-Sendern sollte das Mikrofonkabel niemals mit der kleinen Peitschenantenne in Kontakt kommen.

  • Positionieren Sie das Sendemodul so hoch wie möglich. Positionieren Sie die Sendeantenne des Body-Packs so hoch am Körper wie möglich. Bei VHF-Sendern kann die Reichweite merklich gesteigert werden, wenn das Mikrofonkabel über den oberen Rücken und die Schultern nach oben und dann über die Körpervorderseite wieder nach unten geführt wird. Höhe ist bei UHF-Sendeantennen weniger ausschlaggebend, wenn eine maximale Reichweite von entscheidender Bedeutung ist, sollte der Sender dennoch so hoch wie möglich am Körper platziert werden. Ein Body-Pack-Sender sollte jedoch nicht direkt angrenzend an einen implantierten Herzschrittmacher oder ein AICD-Gerät getragen werden, da die HF-Energie den normalen Betrieb solcher medizinischen Geräte stören kann.

  • Achten Sie auf die Wartung des Equipments. Drahtlossysteme müssen ggf. gewartet werden, besonders dann, wenn die Reichweite spürbar nachgelassen hat. Wenn das Equipment älter als ein oder zwei Jahre, stark gebraucht oder abgenutzt ist, kann durch eine Überholung die ursprüngliche Leistung möglicherweise wiederhergestellt werden. Die interne Elektronik von Sendemodulen und Empfängern kann durch Stürze, unsachgemäße Behandlung und andere mechanische Einwirkungen gestört werden, was zu eingeschränkter Reichweite und anderen Problemen führen kann.

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